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Reiseinformationen zu Tel Aviv

Tel Aviv gewinnt als Reiseziel immer mehr an Beliebtheit, trotzdem wird man an diesem Ort nicht auf Massentourismus treffen. Neben dem traumhaften Wetter, das die Stadt im Sommer bietet, gilt es auch eine Menge an Sehenswürdigkeiten und Kultur zu entdecken. Vor allem aber die Geschichte Tel Avivs, die Jahrtausende zurück reicht, fasziniert die Menschen und ist Grund genug diesen Ort in Israel genauer zu erkunden.

Geographische Lage von Tel Aviv

Tel Aviv wird im Westen von dem Mittelmeer abgegrenzt und befindet sich im größten Ballungsgebiet von Israel. Zwar gibt es gerade am Mittelmeer auch Gegenden, die geschützt und unberührt sind, dennoch wird vor allem der Küstenstreifen für die Landwirtschaft genutzt, sodass Tel Aviv als eine der fruchtbarsten Regionen des Landes gilt. Etwa 3 Millionen Menschen leben in und um Tel Aviv, davon ist ein großer Teil auf die landwirtschaftliche Nutzung angewiesen. Für Touristen sind vor allem die langen Sandstrände interessant, die sich entlang der Küste des Mittelmeeres erstrecken. Auch das Klima ist genau so, wie man es am Mittelmeer erwartet. Während man im Sommer mit einem sehr warmen und feuchten Wetter rechnen kann, sind die Winter in Tel Aviv zwar mild aber auch reich an Niederschlag.

Anreisemöglichkeiten von Deutschland und Jordanien

Am bequemsten reist man mit einem Flugzeug an und landet auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion etwa 20 km von Tel Aviv entfernt. Die Flugzeit von Deutschland aus beträgt etwa vier Stunden und es werden täglich sowohl von Lufthansa als auch von El Al Israel Airlines oder Air Berlin Direktflüge von Deutschland nach Tel Aviv angeboten. Die Airlines starten in der Regel ab München, Frankfurt und Berlin. Wer in der Nähe eines anderen Flughafens wohnt, für den könnten eventuell die etwas günstigeren Flüge von TUIFly interessant sein. Die Airline bietet zwei Mal pro Woche zusätzlich auch einen Flug von Düsseldorf oder Köln-Bonn nach Tel Aviv an. Eine weitere Anreisemöglichkeit nach Tel Aviv ist der Weg über Jordanien, der zudem auch einige Sehenswürdigkeiten bietet. Der Grenzübergang von Jordanien nach Israel findet an der King Hussein Bridge statt, an der zunächst der Reisepass und das Gepäck überprüft wird. Auch hier könnte ein arabischer Stempel im Reisepass wieder zu einem Problem führen. Nach der Passkontrolle kann man bequem mit einem der Busse, die regelmäßig in alle Richtungen fahren, seine Reise nach Tel Aviv fortsetzen.

Tel Aviv

Tel Aviv ©iStockphoto/slidezero_com

Sehenswürdigkeiten in Tel Aviv

Neben den langen Badestränden bieten sich für Touristen einige interessante Sehenswürdigkeiten. So lohnt es sich zum Beispiel die rund 4000 in den 1930er Jahren errichteten weißen Häuser zu besichtigen, die im Bauhausstil und im Internationalen Stil gehalten sind. Die weiße Stadt gehört heute zum UNESCO-Welterbe und wurde von Architekten erbaut, die dem nationalsozialistischen Terror entflohen. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die zudem einiges an geschichtlichem Hintergrund bietet, ist auch die Independence Hall, die sich am Rothschild-Boulevard befindet.David Ben Gurion rief 1948 an diesem Ort den Staat Israels aus, sodass sich heute vor dem Museum ein Gedenkstein befindet, der an dieses Ereignis erinnern soll. Einen Ausflug wert ist auch der alte Hafen, der sich an der nördlichen Mittelmeerküste befindet und in Tel Aviv in den Yarkon River mündet. Zwar wird der Hafen mittlerweile nicht mehr genutzt, dennoch gehört er sowohl am Tag als auch in der Nacht zu den belebtesten Vierteln. Neben dem kulturellen und geschichtlichen Hintergrund bietet der Hafen einen ausgezeichnete Erholungsort.

Tipps für Touristen

Um nach Israel zu reisen gelten generell einige Regeln, die man vor der Anreise beachten sollte. So besteht zwar keine Visumsplicht für Deutsche, die nach 1928 geboren wurden, alle Personen, deren Geburtsjahr vor 1928 liegt müssen jedoch ein Visum beantragen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Einreise verweigert wird, wenn man eine arabische oder eine doppelte Staatsbürgerschaft hat. Problematisch könnte es auch werden, wenn ein Visa oder ein Stempel aus einem arabischen Land im Reisepass zu finden ist, ausgenommen sind hier die Länder Jordanien und Ägypten. Wer sich diesbezüglich vorher informiert, sollte jedoch keine Schwierigkeiten haben. Abgesehen davon sollte man seine Reisezeit nach dem Klima richten. Wer vor allem auf der Suche nach Erholung in einem entspannten Badeurlaub ist, kann im Sommer die warmen Temperaturen genießen. Wer jedoch mehr an kulturellen Ausflügen und Sehenswürdigkeiten interessiert ist, sollte seinen Urlaub eher auf den Winter verlegen, da diese in Israel sehr mild sind.

Geschichte Tel Avivs

Die erste Siedlung Tel Avivs Achuzat Bajit entstand in den 1880er Jahren am Tell Qasile als eine Art Ersatz für die arabischen Viertel in Jaffa, die für viele Menschen zu teuer waren. Das Viertel schloss sich später mit den beiden Siedlungen Geula und Nahalat Binjamin zusammen und bildete so den heutigen Ort Tel Aviv. Den Namen erhielt die Stadt aus dem biblischen Buch Ezechiel. Der offizielle Tag der Gründung Tel Avivs ist jedoch der 11. April 1909, an dem die Grundstücke verlost wurden. Jaffa und Tel Aviv vereinigten sich im Jahr 1950 zu einer Stadtgemeinde und mittlerweile gilt der Ort als Zentrum des städtischen Lebens in Israel.