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Das Tote Meer – Salzsee in Jordanien

Das Tote Meer ist der am tiefsten gelegene See der Erde. Er liegt in Jordanien und teilt die Ufer mit Israel und dem Westjordanland. Der Salzsee, hat eine Fläche von 600 qkm, liegt über 400 m unter dem Meeresspiegel und weist einen Salzgehalt von maximal 33 % auf. Das Tote Meer hat keinen Abfluss. Es wird vom Jordan gespeist und reguliert seinen Wasserstand durch Verdunstung. Die Salze und Mineralien im See aber bleiben zurück. Die Zusammensetzung des Salzes unterscheidet sich vom Salz der Meere. Es besteht zu53 % aus Magnesium- und 37 % Kaliumchlorid, etwa 8 % sind Natriumchlorid und die restlichen 5% bestehen aus Spurenelementen, wie zum Beispiel Bromid. Mit einer Tiefe von 794 m gehört das Tote Meer zu den tiefsten Seen der Erde. An seinen Ufern wachsen verschiedene Arten von Salzpflanzen. Im Wasser leben Mikroorganismen und verschiedene Bakterienarten.

Heilkräfte gegen Hautprobleme

Das Tote Meer ist eine Attraktion für Touristen. Die wichtigsten Zentren Jordaniens liegen auf der Lisan- Halbinsel und sind Numeira und Drha, einer der archäologisch ältesten Orte der Welt, in dessen Umland mehr als 20.000 Schachtgräber aus der Bronzezeit vermutet werden. Viele Menschen mit Hautproblemen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, kommen zu einem Kuraufenthalt an das Tote Meer, aber auch Badetouristen genießen den Aufenthalt und die Umgebung. Aus dem Salz des Sees werden Kosmetikprodukte hergestellt und in zahlreichen Ländern vertrieben. Durch Entnahmen von Wasser aus dem Jordan reduzierte sich der Zufluss in das Tote Meer. Seitdem sinkt der Wasserspiegel jährlich einen Meter. In den letzten 30 Jahren entstand so ein Verlust von 1/3 der Wasseroberfläche.

Das Tote Meer

Das Tote Meer ©iStockphoto/NickolayV

Weitere Sehenswürdigkeiten

Nicht nur das Tote Meer ist eine der touristischen Anziehungspunkte des Königreiches, das in Vorder-Asien liegt. In den Bergen Jordaniens findet man einzigartige antike Stätten, wie die Felsenstadt Petra und das antike Gerasa. Sehenswert sind auch die Zitadelle von Amman oder die Mosaiken von Madaba, die in der S. Georgskirche und im Stadtmuseum zu sehen sind. Viele Touristen kommen ins Land, um die Wüstenlandschaft von Wadi Rum oder die Tauchspots von Aqaba zu besuchen, die zu den beliebtesten Tauchplätzen weltweit gehören. Im Golf liegt das nördlichste Korallenriff der Welt, das eine außergewöhnliche Artenvielfalt hat. Jordanien besteht zu 2/3 aus Bergland und wird in vier große Landschaften eingeteilt, das ost- und westjordanische Bergland, den Jordangraben und den Golf von Aqaba. Das Klima ist hauptsächlich wüstenhaft, mit heißen, trockenen Sommern und Tagestemperaturen bis 38 Grad Celsius. Im Land leben rund 5.3 Millionen Menschen, davon knapp 1.1 Millionen in der Hauptstadt Amman.