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Jordanien – Klima und beste Reisezeit

Mediterranes Wetter herrscht im Noden und Nordwesten Jordaniens vor. Trockenheisse Sommer und feuchtkalte Winter wechseln sich im Laufe eines Jahres ab, sehr kurze und nicht präzise Übergangsjahreszeiten kennzeichnen den Saisonwechsel. Das Jordantal im Westen des Landes hat ein eigenes Microklima, hier sind subtropische Merkmale dominant, das gilt auch für den Küstenbereich am Roten Meer.

Die niederschlagsarme Trockenzeit währt landesweit von Juni bis September, wo Regen nicht zu erwarten ist. Tägliche Mittelwerte des Sommers klettern aber schon auf Werte jenseits der 30 Gradmarke oder bleiben knapp darunter. Einen Regentag kann es schon mal im statistischen Mehrjahresmittel in den Monaten Mai und Oktober geben, aber garantieren kann den keiner. Im Winter kann es in Höhenlagen auch Frost und Schnee geben, besonders in den Monaten Januar und Februar, wo die Schneefallgrenze unter 1.000m über dem Meeresspiegel sinken kann.

Der drastische Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht ist besonders für empfindliche Reisende schwer zu ertragen, in den wärmeren Sommermonaten kann dieser 20 Grad Celsius und mehr betragen. Ansonsten ist ein Wüstenklima mit geringer Luftfeuchtigkeit und ein mediterranes Klima mit zu den Jahreszeiten wechseldem Feuchtigkeisgehalt im Wechsel für das jordanische Klima verantwortlich. Unwetter sind nicht landestypisch, es kann aber gelegentlich zu Gewittern oder heftigen Niederschlägen kommen, hinsichtlich der Windgeschwindigkeiten ist das Land nicht für Orkane oder hohe Windgeschwindigkeiten bekannt. Der kürzeste Kalendermonat, der Februar, bringt im statistischen Mittelwert acht Tage an Regen mit sich, aber auch im Januar ist mit Niederschlägen zu rechnen. Der Januarwert beträgt im Mittel sieben Tage Regen.

Jordanien

Jordanien ©iStockphoto/alkir

Beste Reisezeit für Jordanien

Die Reisezeit hängt stark von der Reiseplanung und der damit bereisten Region in Jordanien ab. Aqaba und das Tote Meer können grundsätzlich das ganze Jahr bereist werden. Jedoch sind die Sommermonate teilweise sehr heiß. Aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer kann man für eine pauschale Aussage für das ganze Land die Monate zwischen März und Mai sowie Oktober bis November als beste Reisezeit empfehlen. Wer nicht unbedingt hohe Temperaturen braucht, kann durchaus auch im Winter durch Jordanien reisen.

Klimatabelle

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
min. Temp 4 4 6 9 14 16 18 18 17 14 10 6
max. Temp 12 13 16 23 28 31 32 32 31 27 21 15
Regentage 8 8 4 3 1 0 0 0 0 1 4 5

Bekleidung und UV-Intensität

Die lange Dürrephase im Sommer ist für die Landwirtschaft ein Hauptfaktor zu aufwändigen Bewässerungsanlagen in den schmalen Landstrichen am Jordan entlang, wo Felder und Haine sowie Plantagen bewässert werden können. Weite Landstriche im Landesinnern sind für Ackerbau wetterbedingt nicht nutzbar. Luftige Bekleidung leichter Art ist für den Sommer unabdingbar, eine Kopfbedeckung hilft in schattenarmen Gegenden. Die UV-Intensität liegt deutlich über den mitteleuropäischen Werten und entsprechender Hautschutz wird dringlich empfohlen. Wenig pigmentierte Menschen sollten direkter Sonne, besonders um die Mittagszeit fernbleiben. Wenn Hochdruckswetter von der arabischen Halbinsel oder den Wüstenregionen Vorderasiens sich ausbreiten, und vom Mittelmeer kein Tiefdruckgebiet heranzieht, dann kann bei dem trockenheissen Wetter die relative Luftfeuchte in dermatologisch bedenkliche Regionen abrutschen.