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Kur am Toten Meer

Schon seit Jahrtausenden ist die einzigartige Heilkraft des Toten Meeres bekannt und wird zur Behandlung unterschiedlicher Haut- und Gelenkerkrankungen wie zum Beispiel Schuppenflechte, Neurodermitis und Rheuma genutzt. In jüngster Zeit macht sich auch Jordanien, eines der Länder, die an das Tote Meer grenzen, diesen Umstand zunutze und bietet verschiedene Kur- und Badeaufenthalte an.

Die Heilkraft des Toten Meeres

Das spezielle Klima, das am Toten Meer herrscht, ist einzigartig durch seine Kombination aus der sauberen Wüstenluft mit ihrem hohen Sauerstoff- und Bromgehalt sowie dem extrem salzhaltigen und mineralstoffreichen Meerwasser. Der hohe Magnesium- und Kaliumspiegel regt das Zellwachstum an, trägt so zur Erneuerung der Haut bei und wirkt antiallergisch sowie belebend. Eine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung wird vor allem dem Bitumen und Bromid zugeschrieben, während der Natriumgehalt die allgemeine Durchblutung und den Transport von Nährstoffen fördert. Das im Wasser enthaltene Eisen belebt und löst, genau wie Bromid, Stress und Verspannungen - zwei Faktoren, die die zu behandelnde Symptomatik oft noch verschlimmern. Kochsalz und Kalzium beruhigen und entschuppen die Haut und sorgen für ein Gleichgewicht der körpereigenen Mineralien, was zu einem wesentlich gesünderen Erscheinungsbild der Haut beiträgt.

Kuraufenthalt am Toten Meer

Kuraufenthalte in Jordanien besonders für Menschen mit Erkrankungen wie Rheuma, Neurodermitis, der Weißflecken-Krankheit Vitiligo, Akne, Psoriasis (Schuppenflechte) und Ichthyosis, auch Fischschuppenkrankheit genannt, empfehlenswert. Die beiden größten jordanischen Kurzentren - das Dead Sea Medical Center und das Salt Land Village - stehen unter fachärztlicher Leitung, verfügen über westliche Standards bezüglich Service, Ausstattung, Wissenschaft und medizinischer Versorgung und behandeln ausschließlich mit natürlichen Methoden: Mehrmals täglich stehen für die Patienten Bäder im Toten Meer auf dem Programm, nach denen sie sich gründlich unter einer Süßwasserdusche abspülen und die Haut mit vaselinehaltigen Cremes behandeln müssen. Die im Meerwasser enthaltenen Mineralsalze sorgen dann in ihrer hohen Konzentration für eine Desinfektion der erkrankten Haut, entschuppen sie, stärken das körpereigene Gleichgewicht der Mineralien und regenerieren den Feuchtigkeitsmantel der Haut. In den ersten Tagen kann es aufgrund des ungewohnten Klimas zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen, später tritt jedoch eine deutliche Besserung ein.

Totes Meer

Totes Meer ©iStockphoto/kavram

Bei rheumatischen Erkrankungen stehen vor allem die Behandlung mit Fangopackungen, die den Schlamm des Toten Meeres enthalten, und Wärmebäder im Vordergrund, die die Entzündungen der betroffenen Gelenkstellen lösen sollen. Auch Massagen, Ölbäder und Gruppengymnastik im Wasser sind im Angebot enthalten. Trotz der großen Behandlungserfolge und der Schönheit des Landes Jordaniens muss sich der Patient auch der Nachteile einer Kur innerhalb des Nahostlandes bewusst sein. Als wesentliche Faktoren sind hier das heiße Klima und die riskante Sicherheitslage zu nennen. Die Temperaturen übersteigen - selbst im Wasser - oft die 40-Grad-Grenze, sodass ein Aufenthalt für Westeuropäer eigentlich nur in den Monaten April und Mai sowie September und Oktober erträglich ist. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, müssen über den Tag verteilt 3 bis 6 Liter Wasser getrunken werden, da sonst ein Kreislaufkollaps droht. Auch Flug und Einreise können bisweilen sehr anstrengend sein, da die Sicherheitskontrollen streng und langwierig sind. Zudem bietet ein Aufenthalt innerhalb der Kurhäuser bis auf einige Bars, Restaurants und Shoppingcenter nur wenig Abwechslung. Wer das Land Jordanien dennoch erkunden und die Kultur kennen lernen möchte, sollte einen Kuraufenthalt daher mit einer regulären touristischen Reise verlängern.

Antragsstellung auf einen Kuraufenthalt am Toten Meer

Für eine Behandlung am Toten Meer muss der Patient einen Antrag auf Rehabilitationsmaßnahme bei seiner Krankenkasse stellen. Dieser muss durch den behandelnden Hautarzt ausgefüllt und eingereicht werden. Wird dieser genehmigt, folgt eine Einladung zum Medizinischen Dienst der Krankenkasse, wobei der Antragssteller darauf achten sollte, von einem Dermatologen untersucht zu werden. Nach der Einverständniserklärung des Medizinischen Dienstes ist es die Aufgabe des Patienten, sich die Reise selbstständig über einen Reiseveranstalter zu organisieren. Angebote finden sich bei großen Reiseanbietern und im Internet dazu mittlerweile viele. Die meisten Krankenkassen genehmigen einen Kuraufenthalt im Ausland, sofern ein Attest des Amtsarztes über die Notwendigkeit der Behandlung im Ausland vorliegt, eine positive Rehabilitationsprognose besteht, schon mindestens zwei Kuren innerhalb Deutschlands durchgeführt wurden, die nicht den gewünschten Erfolg brachten und die Zuständigkeit der Krankenkasse zur Kostenübernahme nachgewiesen ist.

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, daß jordanien-reisen.info keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt. Für Ihre individuelle Gesundheitsfürsorge lassen Sie sich vor Reiseantritt bitte von Ihrem Arzt beraten. Zur aktuellen Sicherheitslage und Visumsbedingungen sollten das Auswärtige Amt sowie die jordanische Botschaft kontaktiert werden.