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Wadi Musa

Die Bezeichnung „Wadi Musa“ ist ohne weitere Informationen etwas verwirrend, weil damit die Umgebung der berühmtesten Sehenswürdigkeit des Nahen Ostens bezeichnet wird. Das jordanische Wadi Musa benennt nichts anderes, als die Umgebung der Mosesquelle und der Stadt Petra. Die antike Stadt – zweifellos eine der meistbesuchten Attraktionen Jordaniens – findet sich in einer Talsenke zwischen dem Toten Meer und dem Golf von Aqaba. Sie liegt strategisch günstig im Bergland von Edom, wo sich einst verschiedene bedeutende Karawanenstraßen kreuzten. Sie verbanden den Mittelmeerraum mit Ägypten und Syrien bzw. das Mittelmeer und Südarabien. Man handelte Elfenbein, Seide, Gewürze, Perlen, Goldschmiedearbeiten und Weihrauch. Dank der Zölle und Steuern konnten alle am Weg liegenden Orte gut leben. Petra wurde ein bedeutender Handelsplatz für Luxusgüter des damaligen Lebens und kontrollierte auch die bedeutende Weihrauchstraße, die sich hier in zwei Routen teilte.

Der Begriff „Wadi Musa“ deutet bereits die gute Wasserversorgung der so bezeichneten Region an. Hier konnte man seine Karawanen problemlos versorgen. Die Legende besagt, dass Moses in dieser Landschaft durch einen Schlag auf den Felsen eine Wasserquelle zum Sprudeln brachte, um das Volk Israel bei seinem Exodus aus Ägypten mit Trinkwasser zu versorgen.

Geschichte des Wadi Musa

Für den Tourismus wurde die Region erst mit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts interessant. Um 1920 hatte man mit ersten Ausgrabungen in Petra begonnen. Man bediente sich alsbald der im Gebiet lebenden Beduinen, um sie als Fremdenführer und Wächter arbeiten zu lassen. Rund um die antike Stadt Petra leben sie auch heute in ihren Dörfern im Wadi Musa. In einigen der Felsenwohnungen, in deren Schatten die Beduinen früher gesiedelt hatten, werden heute Souvenirläden betrieben. Das 100 Quadratmeilen große Gebiet um die antike Stadt wurde 1983 zum Nationalpark erklärt. In Wadi Musa entstanden zahlreiche Hotels, die Beduinen wurden mehrfach umgesiedelt, um der neuen Zeit Platz zu machen. Die Touristenzahlen schwanken, je nach politischer Lage – aber dass das Gebiet des Wadi Musa und die antike Felsenstadt Petra zu den sieben modernen Weltwundern zählen sollten, befanden die meisten befragten Menschen einhellig.

Wadi Musa

Wadi Musa ©iStockphoto/demerzel21

Sehenswürdigkeiten des Wadi Musa

Der Besuch der berühmten Moses-Quelle „Ain Musa“ ist auch heute noch ein touristisches Highlight, das den Jordanienbesuch krönt. Die Nabatäer hatten die legendäre Mosesquelle zum Teil eingefasst und das Wasser in einer extra gebauten Rinne bis in die Stadt Petra geleitet. Bewässert wurde jedoch auch die hügelige Umgebung des Wadi Musa, die bald oasengleich erblühte. Als Tourist nutzt man zugleich die Chance, das ebenso berühmte Schatzhaus des Pharao, zahlreiche imposante Gräber, die eindrucksvolle Fassade des Grabestempels Ed-Deir und die Blockgräber des Bab Es-Sik anzusehen.

Sie alle wurden aus den rötlich schimmernden Felsen geschlagen. Auch der Haupttempel Petras, der im Zentrum der antiken Stadt liegt, verlangt einem die nötige Aufmerksamkeit ab. Diese großartigen Zeugnisse der nabatäischen Kultur verbinden einen bis heute mit einer längst vergangenen Zeit. Die Gegenwart ist allerdings auch un¨bersehbar präsent. Am Bab Es-Sik steht heute das moderne Besucherzentrum, in der Nähe liegt die monumentale Grabanlage El-Khan, die heute ein Gästehaus und eine Bar beherbergt. Wadi Musa ist heute längst auch der Name einer Stadt, in der die Touristen auf dem Weg nach Petra Unterkunft und Verpflegung finden können. Zahlreiche Hotels aller Preisklassen empfangen die Gäste. Als Besucher der antiken Stadt und des Wadi Musa sollte man das Hotel niemals ohne eine Kopfbedeckung und ausreichend Trinkwasser verlassen. Zahlreiche Wege zu den antiken Attraktionen der Nabatäer sind anstrengender, als man meint. Hier finden Sie weitere Informationen zu Sehenswürdigkeiten in Petra